Mensch-Maschine-Interaktion

Kapitel 2: Wahrnehmung

Übungsaufgaben

  • Das menschliche Auge hat im Zentrum eine Auflösung von etwa einer Winkelminute. Dies bedeutet, dass zwei Lichtstrahlen, die aus Richtungen kommen, die mindestens eine Winkelminute (= 1/60 Grad) auseinanderliegen, gerade noch als verschiedene Strahlen wahrgenommen werden. Bilder werden normalerweise aus einem Abstand betrachtet, der ungefähr der Bilddiagonalen entspricht. Hierdurch entsteht ein Bildwinkel entlang der Diagonale von etwa 50 Grad (entspricht dem sogenannten Normalobjektiv). Leiten Sie daraus her, ab welcher ungefähren Auflösung (bzw. ab welcher Anzahl von Megapixeln bei einem Seitenverhätnis von 3:2) die Auflösung des Auges erreicht ist, eine weitere Verfeinerung also keinen sichtbaren Qualitätsgewinn mehr bringt.

    Es gilt 45 Grad = 45*60 = 2700 Minuten, dass heißt bei 2.700 Pixeln entlang der Diagonale gibt es keinen sichtbaren Qualitätsgewinn. Da die Diagonale immer länger als jede Kante eines Rechtecks ist, erreicht also beispielsweise ein Foto mit 6 MPixeln Auflösung, also 2.000 x 3.000 Pixeln bereits die Auflösung des Auges.

  • In verschiedenen Kulturkreisen verwenden Fußgängerampeln verschiedene Methoden zur Darstellung der Information, ob die Fußgänger stehen bleiben oder gehen sollen. Während die deutschen Ampelmännchen dreifach redundant enkodieren (Farbe, Symbol, Position), verwenden ältere amerikanische Modelle z.B. Schrift (Walk -- Don't Walk) oder ein Hand-Symbol. Recherchieren Sie mindestens vier grundlegend verschiedene Ausführungen, beispielsweise mithilfe einer Bilder-Suchmaschine im Web, und diskutieren Sie deren Verständlichkeit für alle Bevölkerungsgruppen.

    Walk/don't walk erfordert Lesen, funktioniert also nicht für Kinder im Vorschulalter. Hand/Männchen erfordert Verständnis, dass Hand STOP bedeutet. Rot/Grün nebeneinander verschenkt die räumliche Dimension.